Scheidung muss nicht zwangsläufig Krieg bedeuten. Viele Paare trennen sich durchaus im Guten und möchten bei der Auflösung ihrer Ehe dementsprechend eine für beide Seiten faire Lösung. Gerade wenn die Ehepartner noch einigermassen gut miteinander reden können, kann es auch sinnvoll sein, sich für die Scheidung einen gemeinsamen Anwalt zu nehmen.

Bei vielen endet das Ende der Ehe in einem Rosenkrieg. Doch es geht auch anders. Viele Betroffene wünschen sich explizit keinen Streit und eine für beide Seiten faire Lösung. In der kostenlosen Erstberatung der Scheidungsagentur wird immer wieder die Frage gestellt, ob eine solche „partnerschaftliche“ Scheidung überhaupt möglich ist. „Sind gewisse Voraussetzungen gegeben, ist dies sehr wohl machbar“, sagt Dominique Facincani, Scheidungsanwältin von KünzliPartner Rechtsanwälte in Zürich, die Partner der Scheidungsagentur sind. Können die Ex-Partner noch einigermassen gut miteinander reden, pflegen beide Seiten einen konstruktiven und respektvollen Umgang, sei dies eine ideale Ausgangslage für ein faires Auseinandergehen.

Gemeinsamer Anwalt

Weitaus weniger Geschirr wird auch oft zerschlagen, wenn sich Ex-Partner einen gemeinsamen Anwalt nehmen. „Alle Details der Scheidung bespricht man dann gemeinsam, anstatt jeder für sich mit dem eigenen Anwalt“, erklärt Scheidungsanwältin Facincani. Damit käme man oftmals zu sehr guten, ja zu besseren Lösungen – alleine dadurch, dass sich die beiden Parteien an einem Tisch befänden. Gerade wenn Kinder involviert sind, wo ein gutes Einvernehmen nach der Scheidung vieles vereinfacht, ist ein solcher Weg oft sinnvoll. Hinzu kommt: Mit einem gemeinsamen Anwalt anstelle von je einem pro Ehepartner ist eine Scheidung zudem deutlich günstiger.

Die Scheidung mithilfe eines gemeinsamen Anwalts vorzunehmen bedeutet nicht, dass man sich zwingend über alle Punkte einig sein muss. „Kann man sich in gewissen Fragen nicht einigen, erarbeitet der Anwalt für das getrennte Paar anstelle einer umfassenden Vereinbarung eine sogenannte Teilkonvention“. Die strittigen Punkte entscheidet dann das Gericht. „Gelingt während der Erarbeitung der Scheidungskonvention gar keine Einigung, kann sich jede Seite natürlich immer noch je einen eigenen Anwalt nehmen“, sagt Facincani.

Kooperative Konfliktlösung

Diese sogenannte „kooperative Konfliktlösung“ ist in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. In den USA ist das Verfahren unter dem Namen Collaborative Law bekannt. Ob eine solche Art der Scheidung sinnvoll ist, hängt immer von der individuellen Situation des betroffenen Ehepaares ab. „Klar ist, dass es auch immer wieder Fälle gibt, wo ein solches kooperatives Vorgehen nicht möglich ist“, betont Rechtsanwältin Dominique Facincani.

Haben Sie Fragen? Die Scheidungsmanager der Scheidungsagentur beantworten Ihnen in einer kostenlosen telefonischen Erstberatung die wichtigsten Fragen rund um das Thema Trennung und Scheidung. Rufen Sie uns an: +41 44 558 93 63 (Montag bis Freitag 07.00 – 20.00 Uhr).