Nach den landesweiten Schulschliessungen zufolge der „Corona“-Krise stellen sich (getrennte) Eltern die Frage, ob dies Änderungen an der Kinderbetreuung zur Folge hat.

Landesweit gehen bis mindestens Ende April 2020 Schulen, Kindergärten und KITAs zu. Gerade auf getrennt lebende Eltern kommen damit grosse Betreuungsprobleme zu. Manche fragen sich deshalb, ob die geltenden Regelungen für die Kinderbetreuung kurzfristig abgeändert werden können.

Grundsätzlich ist im Einzelfall zu prüfen, ob die für die Kinderbetreuung getroffene Regelung (in Scheidungskonvention, Trennungsvereinbarung, KESB-Entscheid oder Gerichtsurteil) zu derartigen ausserordentlichen Lagen etwas vorsieht. In der Regel dürfte dies jedoch nicht der Fall sein.

Sofern die „Corona“-Krise – was wir alle hoffen – in den nächsten Wochen und Monaten vorbei ist, dürfte kein rechtlich relevanter Grund für eine Anpassung der getroffenen Kinderbetreuungsregelung vorliegen. Selbstverständlich sind aber die getrennt lebenden Eltern dazu aufgefordert, möglichst im Einvernehmen neue Lösungen zu finden. Im Vordergrund steht dabei stets das Kindeswohl.

Sollte die „Corona“-Krise jedoch fundamentale Auswirkungen haben und die Schweiz noch während Monaten lahmlegen sowie zu Jobverlusten, Lohnreduktionen etc. führen, dann wäre eine Abänderung der getroffenen Regelungen möglich, nicht nur in Bezug auf die Kinderbetreuung, sondern auch in Bezug auf den Kindesunterhalt.

Als SpezialistInnen für Familienrecht steht Ihnen das Team von scheidungsagentur.ch für Rechtsfragen in Bezug auf die „Corona“-Krise gerne zur Verfügung.

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