Das Bundesgericht hat entschieden, dass getrennte und geschiedene Mütter früher wieder arbeiten gehen sollen. Damit bricht es mit der alten „10/16-Regel“.

Das Bundesgericht nimmt getrennte und geschiedene Mütter gemäss einem Artikel in der NZZ am Sonntag stärker in die Pflicht. Bisher hielten sich die Gerichte oftmals an die sogenannte  „10/16-Regel“, wonach Mütter erst arbeiten müssen wenn das jüngste Kind 10-Jahre alt ist. Sobald das jüngste Kind 16 Jahre alt ist, kann eine 100%-Arbeitstätigkeit gefordert werden.

Nun hat das Bundesgericht entschieden, dass diese Regel so nicht mehr gilt. Für alle Kinder über einem Jahr, die «normal entwickelt sind und keine ausserordentlichen Betreuungsbedürfnisse aufweisen, kann das nicht gelten», hält das Bundesgericht fest. Somit müssen Mütter künftig in gewissen Fällen wieder arbeiten gehen, sobald das Kind einjährig geworden ist.